Umstieg auf Minimalschuhe

Ein Umstieg von "normalen" Schuhen auf Minimalschuhe ist für den Körper ein richtiges Training. Bislang wenig benutzte Strukturen wie die Muskulatur und die Sehnen werden auf einmal wieder gebraucht und müssen sich anpassen. 

Daher ist es wichtig, diese Umstellung über Monate bis Jahre geduldig durchzuführen um keine Überlastungsprobleme zu bekommen. 

Minimalschuhe sollten zunächst nur kurz getragen werden, keinesfalls sollte man gleich darin joggen!

Um die Umstellung zu unterstützen bietet sich folgendes an:

  1. Fußübungen - vieles davon kann man "nebenher" machen
  2. Zu Hause sollte man keine Hausschuhe mit "richtigen" Sohlen tragen, allenfalls "Hüttenschuhe" oder Socken
  3. Jede Gelegenheit zum barfuß laufen nutzen
  4. Damit die Zehen ihren Job richtig machen können, müssen sie in ihre ursprüngliche Position gebracht werden, dabei hilft ein Zehenspreizer (oder eine Übung wie hier beschrieben). 

Empfehlungen

Zehenspreizer

Durch zu enges Schuhwerk (Test hier) werden die Zehen zusammengedrückt, mithilfe dieser nützlichen Erfindung finden sie ihre ursprüngliche Position wieder. Auch das ist ein Training und muss daher langsam gesteigert werden (mit 5 Minuten anfangen). 

Fußübungen und Wissen

In diesem Buch erklärt meine Lehrerin Katy Bowman wie es zu Fußproblemen kommt und mit welchen Übungen und Verhaltensumstellungen man den Füßen ihre Beweglichkeit und Kraft zurückgeben kann. 

Barfuss gehen

Das sagt sich so einfach. Da unsere Füße das nicht mehr gewöhnt sind, muss man das natürlich ebenfalls langsam angehen (im Sinne des Wortes) und den Untergrund auf Verletzungsgefahr (Scherben, Wespen) scannen. Je mehr Übung, desto einfacher werden auch unangenehme Untergründe. Für zu Hause, zur Abhärtung, gefallen mir diese Fußmatten, die ich in Bad und Küche liegen habe. Achtung, die haben`s schon ganz schön in sich!