Würden deine Schuhe meinen Test bestehen (oder: Wo drückt der Schuh?)

Okay, welche Schuhe schaffen es in meinen Schuhschrank?

 

Ich finde im normalen Schuhladen keine Schuhe mehr, die ich für mich akzeptieren würde. Ich beschreibe dir, auf was ich achte. Alle Schuhe, die ich auf dieser Homepage vorstelle, sind von mir oder meiner Familie getragen und auf diese Kriterien getestet.

Ja, diese Schuhe sind teurer als bei D**mann. Kaputte Zehen und schmerzende Füße sind auf Dauer allerdings auch nicht billig…sorry. Auch mir tut das Geldausgeben für gute Kleidung auch immer noch weh, weil ich es jahrelang anders gemacht habe.

  1. Absatzhöhe
    Je weniger, desto besser. Völlig flache Schuhe (Ferse steht genauso hoch wie der Ballen) findest du im normalen Schuhgeschäft kaum. Achtung vor allem bei Kinderschuhen! Die haben teilweise ebenso hohe Fersensprengung (=Ferse steht höher als der Vorfuß) als Erwachsenenschuhe, nur dass die Schuhe kürzer sind und sich der Höhenunterschied daher schlimmer auswirkt!
  2. Zehensprengung
    So nennt sich das, wenn der Zehenbereich "nach oben gebogen" ist. Steht der Schuh, ragt der Zehenteil in die Luft. Das ist nicht gut, die Schuhsohle sollte komplett flach aufliegen. 
  3. Passform / Zehenfreiheit
    Die Zehen sollten durch die Schuhform nicht gequetscht werden. Test siehe unten. Herkömmliche Schuhe bestehen diesen Test nicht!
    Natürlich sollte auch vorne genug Platz sein. Schuhe tendenziell abends kaufen, wenn die Füße am größten sind, und Winterschuhe mit dicken Socken testen. Pi mal Daumen sollte der große Zeh einen daumenbreit Platz haben (im Stehen messen!).
  4. Flexibilität der Sohle
    Insbesondere Kinderschuhe im günstigen Segment (aber nicht nur da), haben irre steife Sohlen. In der Folge kann der Fuß nicht abrollen, sondern slappt (das ist ein lautmalerisches Wort) auf den Boden. Die intrinsische Fußmuskulatur verkümmert, die Kräfte auf die anderen Gelenke (Sprunggelenk, Knie, Hüfte) vergrößern sich.
  5. Halt am Fuß
    Flip Flop ist auch ein lautmalerisches Wort, denn diese Schuhe haben keinen Halt am Fuß und floppen hin und her. Unbewusst versuchen wir, den Schuh nicht zu verlieren und krallen ihn mit den Zehen bei jedem Schritt fest. Nicht gut! Bei allen Schuhen gilt, der Schuh sollte gut am Fuß sitzen. Das geht am besten bei Schnürschuhen. Ballerinas ohne Schnalle oder Riemchen sind ebenfalls problematisch, weil sie oft entweder nur halten, weil sie vorne zu klein sind und der Fuß „auf Pressung“ sitzt, oder weil die Trägerin ihn unbewusst versucht, festzukrallen.

Das macht alles nicht sofort fußlahm. Aber bedenke, dass du Schuhe um die 16 Stunden pro Tag, 365 Tage im Jahr trägst.

 

Mach den Passform-Test

Mach dir den Spaß und untersuche deine Schuhe auf ihre Passform: Wahlweise kannst du die Innensohle rausnehmen oder den Schuh umdrehen und deinen baren Fuß darauf stellen oder als grobe

Orientierung  den Fuß von oben auf den Schuh stellen.

 

Steht der Fuß über die Sohle hinaus (insbesondere am großen Onkel schauen), passen sich die Füße mit der Zeit an diese Form an.

Gott sei Dank gibt es ein paar Hersteller, die Schuhe für meine verwöhnten, freiheitsliebenden Füßchen produzieren. Ich bin da ständig auf der Suche und probiere vieles aus. Das Ergebnis findest du bei den Schuhempfehlungen:

 

Bequeme Schuhe für den Alltag

 

Achtung!

Deine Füße sind es nicht gewohnt, in sogenannten Minimalschuhen oder Barfussschuhen zu gehen oder gar zu rennen! Bitte gewöhne dich langsam (über Monate bis Jahre!) an diese neue Belastung. Ansonsten kann es zu Überlastungsproblemen kommen!

Bist du in ärztlicher Behandlung oder trägst Einlagen, so halte Rücksprache mit dem jeweiligen Experten, wie du bei der Umstellung auf Minimalschuhe vorgehen kannst.

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