Was unsere Kleidung mit uns macht

 

Kleidung war einstmals dafür da, vor Wetter und Verletzung zu schützen. Sonst nix. In der Kleidung musste man sich bewegen können, denn wenn die Menschen von früher etwas nicht zu wenig hatten, war es Bewegung. Ohne Bewegung kein Essen, kein Dach über dem Kopf. Ob das Fell einen sexy Po gemacht hat, war wohl eher…nachrangig.

Bei uns ist Bewegung heute nicht mehr überlebens-wichtig, was allerdings nicht bedeutet, dass Bewegung überflüssig für unsere Gesundheit ist, ganz im Gegenteil.

Wenn wir uns etwas von ganz früher abschauen sollten, dann ist es, dass Kleidung uns nicht an Bewegung hindern sollte. Moment, meine Kleidung behindert mich doch nicht?

Bist du dir sicher?

Durch jahrzehntelanges „Training“ spüren wir viele Einengungen nicht mehr bewusst. Die Auswirkungen sind aber trotzdem da.

 

Gehe doch mal eben in die Hocke. Wenn du Hosen trägst, ist die Chance hoch, dass es jetzt an Bauch oder Po unangenehm eng wird.

 

Könntest du so wie du jetzt angezogen bist rennen, klettern oder auf dem Boden sitzen? Oder einfach nur – gerade sitzen (KLICK)?

 

And die Frauen: Atme mal tief in deinen Brustkorb ein, als ob du gerade einen 100m-Lauf absolviert hättest. Ist dein BH so eng, dass er diese tiefe Atmung behindert?

 

Mach Dir bewusst, was Deine Kleidung mit Dir macht. Schuhe, Hose, Gürtel, Socken, BH, Uhr… dein Körper versucht, sich an all das anzupassen. Und all das hat einen Einfluss darauf, was du tun kannst und wie du dich in deinem Körper fühlst. 

Der Photograph Justin Alexander Bartels hat im wahrsten Wortsinn eindrucksvolle Bilder gemacht, die zeigen, welche Spuren unsere Kleidung auf unserer Haut hinterlässt... hat dein Körper das wirklich verdient? Oder verdient er nicht volle Bewegungsfreiheit, volle Atmung, volles Wohlbefinden?

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